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Museumsgründer Hanns Egon Wörlen verstorben

Am Montag, d. 17. Januar 2014 verstarb 98jährig der Architekt, Museumsgründer und Kunstmäzen Hanns Egon Wörlen im Klinikum Passau.

Hanns Egon Wörlen Im bereits fortgeschrittenen Alter von 75 Jahren hatte Wörlen 1990 das von ihm initiierte und privat finanzierte Museum Moderner Kunst in Passau eröffnet. Dieses Haus war zu damaliger Zeit in Bayern das erste ausschließlich der bildenden Kunst gewidmete Museum in einer Stadt von der Größe Passaus. Mit von Beginn an überregional, zum Teil auch international ausgerichteten Ausstellungen, die Wörlen auf Grund seiner guten Verbindungen in der Kunstwelt organisieren konnte, erwarb sich „sein“ Museum schnell einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen Niederbayerns hinaus.

1915 in Marnheim, Rheinpfalz, als Sohn des Malers und Grafikers Georg Philipp Wörlen geboren, wuchs er ab 1920 in Passau auf, das ihm zu einer wahren Heimat werden sollte. Nach dem Abitur ging Wörlen nach München, wo er an der Technischen Universität Architektur studierte. Nach Abschluss des Studiums wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft, die er in der Wüste Nordafrikas verbrachte. Erst 1947 konnte der mittlerweile 32jährige nach Hause zurückkehren und sich nun erstmals seinem Beruf als Architekt widmen. Sehr schnell gelang es Wörlen in den Jahren des Wiederaufbaus eines der größten Architekturbüros in Niederbayern zu etablieren. Erfolgreich war er zunächst mit öffentlichen und Industriebauten, ehe er sich ab den 1980er Jahren verstärkt der Sanierung von häufig denkmalgeschützten Altbauten zuwandte. Vor allem bei der architektonischen Wiederbelebung der lange vernachlässigten Passauer Altstadt erwarb sich Wörlen große Verdienste. Im Rahmen dieses Projekts fand er auch die Immobilie, die prädestiniert war, seinen Traum von einem Kunstmuseum in seiner Heimatstadt zu verwirklichen, die Bräugasse 17. Für die vorbildliche Sanierung wurde Wörlen 1991 mit dem Denkmalpreis ausgezeichnet.

Bereits frühzeitig gelangte der Künstlersohn Hanns Egon Wörlen in Kontakt mit der bildenden Kunst. In seiner Kindheit und Jugend half er häufig im Atelier seines Vaters aus und wuchs mit zahlreichen Künstlern auf, die sein Elternhaus besuchten, wie zum Beispiel Alfred Kubin, Carry Hauser oder Otto Modersohn. Als Erwachsener engagierte er sich nach dem Krieg für die Wieder-Gründung des Passauer Kunstvereins, organsierte lange Zeit dessen Ausstellungen und war von 1987 bis 1999 Präsident des Vereins. Die 1946 gegründete Künstlervereinigung „Donau-Wald-Gruppe“ managte er von 1952 bis zur Auflösung der Gruppe 1992. Zahlreiche Kulturprojekte wurden von ihm unterstützt und das Museum Moderner Kunst entwickelte sich für seine Künstlerfreunde zu einem Ort der Begegnung und Anregung.

Privat stets bescheiden lebend konzentrierte Wörlen seine Kraft und sein über lange, erfolgreiche Jahre als Architekt erworbenes Vermögen auf den Unterhalt und die Zukunft des Museums Moderner Kunst. Noch im Januar 2014 äußerte er sich leidenschaftlich bei der Eröffnung der Ausstellung „Das Werk von Georg Philipp Wörlen im Ersten Weltkrieg“ zur Freiheit der Kunst.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums werden sich immer an die lebhafte, engagierte und kraftvolle Persönlichkeit ihres Stifters erinnern und versuchen, in seinem Sinn weiter für die moderne Kunst in Passau zu arbeiten.





Sonderausstellung:




Internet: www.mmk-passau.de


Adresse:
Museum Moderner Kunst – Wörlen
Bräugasse 17
Dr. Josephine Gabler
94032 Passau

Telefon: +49 (0)851/38 38 79-0
Fax: +49 (0)851/38 38 79-79
Internet: www.mmk-passau.de



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